Trumps Zollpläne verunsichern Europas und Amerikas Bauernverbände

Die Washington-Reise einer COPA/COGECA-Spitzendelegation hat der 1. Vizepräsident des EU-Bauernverbands, LK Burgenland-Präsident Nikolaus Berlakovich intensiv dafür genützt, Europas und Österreichs Anliegen in punkto Agraraußenhandel zu verankern. Besonderer Brennpunkt waren dabei die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle auf europäische Produkte.
AIZ: Herr Präsident Berlakovich, was war der Anlass Ihrer Washington-Reise?
NB: In Washington fanden die so genannten AgDays, die Landwirtschaftlichen Tage, statt und wir waren als kleine Delegation der COPA/COGECA, also des EU-Bauern- und Genossenschaftsverbands, dort. Im Zuge dessen hatten wir Termine sowohl mit den Bauernorganisationen, wie dem American Farm Bureau oder der National Farmers Union, aber auch mit Behörden wie dem US-Landwirtschaftsministerium, der US-Außenhandelsbehörde, der EU-Vertretung in Washington und verschiedenen anderen Institutionen.
AIZ: Was waren die zentralen Gesprächsthemen, was waren Brennpunkte?
NB: Das zentrale Thema war, ob es jetzt wirklich zu Zöllen für europäische Produkte kommt, die ja von den USA angedroht worden sind. Die Vereinigten Staaten sind ein wichtiger Exportmarkt für Europa bzw. Österreich, z.B. für Wein, Käse und weitere Milchprodukte und Lebensmittel. Zölle wären natürlich schlecht. Es herrscht große Unsicherheit, weil niemand genau weiß, was passiert. Alle warten auf die Anweisungen von US-Präsident Trump.
AIZ: Was waren Ihre Botschaften? Welche Anliegen haben Sie vermittelt?
NB: Wir haben überall deponiert, dass wir an Zusammenarbeit interessiert sind und Zölle schlecht für die gegenseitige Kooperation wären. Zusätzlich haben wir in Europa hohe Lebensmittelstandards, z.B. keine Hormone in der Tiermast oder das Verbot bestimmter Pflanzenschutzmittel. Wir erwarten, dass diese Standards bei Exporten nach Europa ebenso eingehalten werden. Insofern haben wir die Möglichkeiten bei jeder Gelegenheit genutzt. Wir hoffen sehr, dass das Ganze gut ausgeht, obwohl uns dort schon vermittelt worden ist, dass es bald Zölle für europäische Produkte geben soll.
AIZ: Wie sehen die dortigen Farmerinnen und Farmer die Entwicklungen?
NB: Die Bauernorganisationen, zu denen wir vor allem wegen der EU-Nordamerika-Tagungen einen guten Kontakt haben, sind selbst skeptisch-abwartend. Sie haben zwar gesagt, dass ihre Mitglieder in großem Ausmaß Trump gewählt haben. Dennoch sind sie selbst von Zöllen nicht begeistert, weil sie wissen, dass diese auch für die US-Farmer schlecht wären. Wir haben des öfteren den Satz: 'Jeder Tag ist ein neues Abenteuer' gehört, die Verunsicherung ist auch dort groß. Die offiziellen Stellen beklagen zwar, dass sie mit Europa ein großes Handelsbilanzdefizit haben, aber umgekehrt kauft Europa viel mehr Dienstleistungen in den USA, etwa im IT- und Datenservices-Bereich. In diesem Sektor ist es somit genau umgekehrt. Auch darauf haben wir hingewiesen. Alle warten jedenfalls auf den 2. April, weil sich US-Präsident Trump an diesem Tag genauer äußern will.
AIZ: Herr Präsident Berlakovich, was war der Anlass Ihrer Washington-Reise?
NB: In Washington fanden die so genannten AgDays, die Landwirtschaftlichen Tage, statt und wir waren als kleine Delegation der COPA/COGECA, also des EU-Bauern- und Genossenschaftsverbands, dort. Im Zuge dessen hatten wir Termine sowohl mit den Bauernorganisationen, wie dem American Farm Bureau oder der National Farmers Union, aber auch mit Behörden wie dem US-Landwirtschaftsministerium, der US-Außenhandelsbehörde, der EU-Vertretung in Washington und verschiedenen anderen Institutionen.
AIZ: Was waren die zentralen Gesprächsthemen, was waren Brennpunkte?
NB: Das zentrale Thema war, ob es jetzt wirklich zu Zöllen für europäische Produkte kommt, die ja von den USA angedroht worden sind. Die Vereinigten Staaten sind ein wichtiger Exportmarkt für Europa bzw. Österreich, z.B. für Wein, Käse und weitere Milchprodukte und Lebensmittel. Zölle wären natürlich schlecht. Es herrscht große Unsicherheit, weil niemand genau weiß, was passiert. Alle warten auf die Anweisungen von US-Präsident Trump.
AIZ: Was waren Ihre Botschaften? Welche Anliegen haben Sie vermittelt?
NB: Wir haben überall deponiert, dass wir an Zusammenarbeit interessiert sind und Zölle schlecht für die gegenseitige Kooperation wären. Zusätzlich haben wir in Europa hohe Lebensmittelstandards, z.B. keine Hormone in der Tiermast oder das Verbot bestimmter Pflanzenschutzmittel. Wir erwarten, dass diese Standards bei Exporten nach Europa ebenso eingehalten werden. Insofern haben wir die Möglichkeiten bei jeder Gelegenheit genutzt. Wir hoffen sehr, dass das Ganze gut ausgeht, obwohl uns dort schon vermittelt worden ist, dass es bald Zölle für europäische Produkte geben soll.
AIZ: Wie sehen die dortigen Farmerinnen und Farmer die Entwicklungen?
NB: Die Bauernorganisationen, zu denen wir vor allem wegen der EU-Nordamerika-Tagungen einen guten Kontakt haben, sind selbst skeptisch-abwartend. Sie haben zwar gesagt, dass ihre Mitglieder in großem Ausmaß Trump gewählt haben. Dennoch sind sie selbst von Zöllen nicht begeistert, weil sie wissen, dass diese auch für die US-Farmer schlecht wären. Wir haben des öfteren den Satz: 'Jeder Tag ist ein neues Abenteuer' gehört, die Verunsicherung ist auch dort groß. Die offiziellen Stellen beklagen zwar, dass sie mit Europa ein großes Handelsbilanzdefizit haben, aber umgekehrt kauft Europa viel mehr Dienstleistungen in den USA, etwa im IT- und Datenservices-Bereich. In diesem Sektor ist es somit genau umgekehrt. Auch darauf haben wir hingewiesen. Alle warten jedenfalls auf den 2. April, weil sich US-Präsident Trump an diesem Tag genauer äußern will.